Fraktionen aus Kreis und Stadt Gütersloh einig über Flughafen-Zukunft

Nach Abzug der britischen Streitkräfte

Die Fraktionsvorsitzenden aus Kreis und Stadt Gütersloh vor der Skulptur
Die Fraktionsvorsitzenden aus Kreis und Stadt Gütersloh vor der Skulptur "Durchbruch" vor dem Kreishaus.
Bei einem Pressegespräch haben die Fraktionen aus dem Kreistag und dem Rat der Stadt Gütersloh ein gemeinsames Positionspapier zur Gewerbeflächenentwicklung auf dem Flughafengelände Gütersloh vorgestellt. Die Initiative zu dem Papier, das in seltener Einmütigkeit die Zustimmung aller Parteien fand, ging von den Grünen aus. Die Planung der Politiker, die als Handlungsauftrag an die Verwaltungen zu verstehen ist, sieht die zeitnahe Entwicklung eines interkommunalen Gewerbegebietes auf dem jetzigen Flughafengelände vor. Außerdem soll das Gelände für Naturschutzflächen, regenerative Energien und Freizeitanlagen genutzt werden.

An diesen Planungen sollen sich nach dem Willen der Kommunalpolitiker alle Kreiskommunen aktiv beteiligen. Die Größe des zukünftigen interkommunalen Gewerbegebietes soll dabei abhängig von den zur Verfügung stehenden Flächen und vom Bedarf der Kommunen sein.
 
Das Papier fordert ebenfalls, dass sich der Kreistag, wie auch schon der Gütersloher Stadtrat, von der Option des als nicht mehr haltbar eingeschätzten Flugbetriebs verabschiedet. Die Erschließung des zukünftigen Gewerbegebietes auf der Konversionsfläche soll über vorhandene Verkehrswege, die bei Bedarf ertüchtig werden, sowie den Gleisanschluss zur TWE-Strecke erfolgen. Dazu sollen der Kreis und die Stadt Gütersloh eine entsprechende Verkehrsuntersuchung veranlassen.
 
„Die Konversion der Flughafenflächen ist das bedeutendste Vorhaben der nächsten Jahrzehnte für den gesamten Kreis Gütersloh“, erklärte Dr. Heinrich Josef Sökeland, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Offen blieb eine Beteiligung von Kommunen über den Kreis hinaus. Wenn auch die formelle Planungshoheit der Stadt Gütersloh nicht angezweifelt wird, so ist CDU und FDP ein Beirat zur Beteiligung der Kommunen nicht genug. Die richtige Lösung sei eine Entwicklungsgesellschaft für die Flächen. Ohnehin herrschte Einigkeit, dass die Stadt das riesige Areal niemals alleine würde entwickeln können.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben