Die „ausländische Frau“ in Deutschland

Unter dem obigen von der Kreisfrauen-Union angestoßenen Thema laden im Laufe dieses Jahres alle 13 Ortsverbände ein.

In Verl wurde jetzt ein Abend mit der deutsch-türkischen Frau Behihye Shemunkasho durchgeführt. Im Heimathaus trafen sich 20 interessierte Damen bei eigens von ihr, ihrer Schwester, ihrer Schwägerin und ihrer Mutter hergerichteten türkischen Spezialitäten, um Einiges über das Leben der Aramäerin zu erfahren.
Sie wurde 1948 in einem kleinen Dorf in Ostanatolien geboren. Sie war eins von 11 Kindern, von denen wegen der hohen Sterblichkeitsrate (keine hygienischen Verhältnisse, keine ärztliche Versorgung) nur 5 überlebt haben. Es gab keine Schule. Mit 10 Jahren kam sie zu einer Familie nach Istanbul. Dort half sie im Haus und lernte nebenbei lesen und schreiben. Mit dem Verdienst konnte sie damals schon ihre Familie unterstützen. Mit 16 Jahren (1964) kam sie in die Schweiz und erbrachte dort verschiedene Arten von Dienstleistungen.
Seit 17 Jahren (1989) lebt sie nun mit Ehemann und 3 Kindern in Verl. Von Beginn an unterhielt sie Kontakt zu allen türkischen Frauen in der Sürenheide. Vor 1 1/2 Jahren wurde hier die Libelle e.V. gegründet, und sie übernahm die Arbeit der Geschäftsführerin.
Von ihr erfuhren die interessierten Gäste, dass in der Türkei 15% der Bevölkerung in der Türkei Aramäer sind, die z.T. auch heute noch dort verfolgt werden.
Es wurde ein langer kurzweiliger Abend. Den leckeren Köstlichkeiten wurde gut zugesprochen und viele neugierige Fragen wurden gestellt und auch beantwortet.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben