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09.01.2017, 12:01 Uhr | Übersicht | Drucken
CDU Stadtverband Verl - Neujahrsempfang mit Mitgliederehrung

 Am 08.01.2017 fand ein Neujahrsempfang des CDU Stadtverbands Verl im Business Bereich des SC Verl an der Poststrasse in Verl statt.
 


Foto
(v.l.): Ralph Brinkhaus, Matthias Humpert, Franz Berenbrinker (40 Jahre), Wolfgang Tischler (50 Jahre), Ulf Tischler (25 Jahre)
 Der Vorsitzende des Stadtverbands der CDU Verl Matthias Humpert eröffnete die Veranstaltung vor 85 Gästen, die sich trotz glatter Strassen auf den Weg gemacht hatten.
Der Aufsichtsratssprecher des SC Verl, Andre Theilmeier, begrüsste ebenfalls die Gäste im neu geschaffenen Business Bereich.
Tim Ostermann (MdB,  ordentliches Mitglied des Innenausschusses und seit der Konstituierung stellvertretendes Mitglied des NSA-Untersuchungsausschusses) erläuterte die derzeitige, innenpolitische Lage in Deutschland.
Ralph Brinkhaus (MdB), Andre Kuper (MdL) und Elmar Brok (MdEP) berichteten anschliessend über aktuelle Themen aus ihren politischen Gremien. 
Bei der Jubilarehrung konnten Ralf Brinkhaus und Matthias Humpert folgende, langjährige Mitglieder ehren:
Wolfgang Tischler (50 Jahre),
Franz Berenbrinker (40 Jahre),
Annikki Aspelmeier (40 Jahre) und
Ulf Tischler (25 Jahre).
 
Lesen Sie hier die Rede des Stadtverbandsvorsitzenden Matthias Humpert und die Presseberichte:


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Matthias Humpert : Rede zum Neujahrsemfang 2017
 
"Wenn’s alte Jahr erfolgreich war,
dann freue Dich auf’s neue.
Und war es schlecht,
ja dann erst recht."
Zitat von Albert Einstein
Meine Damen und Herren!
ob 2016 ein gutes oder schlechtes Jahr war, wird jeder von uns sehr  unterschiedlich beantworten. Eines trifft mit Sicherheit auch wieder auf das vergangene Jahr zu. 2016 war wieder ein sehr ereignisreiches Jahr mit schönen, traurigen und manchmal auch nachdenklichen Momenten.
Zu den erschütterndsten Momenten gehörten mit Sicherheit die Terroranschläge von Brüssel, Nizza und auch Berlin. Viele unschuldige Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren, wurden verletzt oder kamen zu Tode. Diese Angriffe galten der Freiheit - unserer Freiheit. Die Erkenntnis, dass der Terror auch bei uns angekommen ist, sollte dem letzten jetzt auch klar sein. Ein Staat kann seinen Bürgern allerdings keine 100 %ige Sicherheit bieten, wichtig ist allerdings, dass der Berliner - Anschlag aufgearbeitet wird und rechtlichen wie auch organisatorische Weichen gestellt werden müssen, um die Gefahr solcher Anschläge künftig zu verringern.
Nachdenklich hat uns im vergangenen Jahr sicherlich auch das Votum der Briten für den Austritt des Königsreichs aus der Europäischen Union gemacht. Was wird aus der EU? Wird es weitere Austritte geben? Ist das der Anfang vom Ende? Die Antworten auf diese Fragen werden die nächsten Monate zeigen.
Auch der Sieg von Donald Trump bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen kam für viele Beobachter überraschend. Wir alle werden uns an den Gedanken gewöhnen und beobachten, ob seine vollmundigen Ankündigungen auch letztlich so in die Tat umgesetzt werden. 
2016 hat uns aber auch unvergessliche Bilder von Emotionen und Glück gezeigt. Ich denke hier in erster Linie an unseren neuen Formel 1 Weltmeister Nico Rosberg, unsere neue Tennis Queen Angelique Kerber oder unsere Handball Europameister. Sie alle haben uns tolle Sportmomente beschert, die uns dem Alltag verschönert haben. 
Aber was waren die bedeutenden Themen für uns in Verl? Was hat uns hier vor Ort bewegt und was bleibt uns besonders in Gedanken? Was beschäftigt uns zur Zeit und in den kommenden Monaten?
Ich denke hier rückblickend insbesondere an die langersehnte neue Ortsdurchfahrt. Sogar auswärtige loben die Gestaltung unserer neuen Innenstadt. Bis auf einige Kleinigkeiten ist diese wirklich sehr gut gelungen. Verl hat im vergangenen Mai eine Eröffnung gefeiert, die uns noch Jahre in Erinnerung bleiben wird. Mit einem großen Bürgerfest und der größten Frühstückstafel, die es in Verl je gegeben hat, wurde dieses Ereignis gefeiert. Die Baumaßnahme war mit fast 2 Jahren Bauzeit in jeder Hinsicht einmalig und die Eröffnung auch. 
 
Die Herausforderungen der nächsten Monate und Jahre wird ist es jetzt sein den neu gestalteten Ortskern noch mehr mit Leben und Attraktivität zu füllen. Hierzu hat es im vergangenen Jahr schon erste Ansätze gegeben wie z. B. die Veranstaltungsreihe „Mittwochs in Verl“ oder erste kleinere Veränderungen bei unserer Verler Leben Kirmes. Diese Initiativen sind weiter zu fördern und auszubauen. Hiervon wird auch der Verler Einzelhandel am Ende profitieren und die entstandene Umsatzdelle bedingt durch die lange Bauzeit wieder aufholen. 
 
Mit einer noch attraktiveren Stadt bleiben wir auch Anziehungspunkt für Familien und Arbeitnehmer, die vielleicht schon in Verl arbeiten aber hier noch nicht wohnen.  
Als Arbeits- und Wirtschaftsstandort ist Verl bereits Spitze. Dies zeigen die vielen Einpendler und die über 14.000 sozial-versicherungspflichtigen Beschäftigten in Verl. Unser Ansporn ist es, dass sich die Verler Bürgerinnen und Bürger neben niedrigen Gebühren und Steuern noch wohler in Verl fühlen und Verl als attraktiven, liebens- und lebenswerten Ort schätzen und hier gerne wohnen, leben und vielleicht auch arbeiten.
2016 haben wir auch die ersten Weichen für die zukünftige, wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren gestellt. Der Stadtrat hat im Dezember ein neues Gewerbeflächenkonzept beschlossen. 
 
Die immer stärkeren Restriktionen der rotgrünen Landesregierung machen es immer, immer schwieriger neue Gewerbeflächen auszuweisen. Der Frust der hiesigeren Kommunalpolitiker auf die aktuelle Landesregierung ist schon sehr groß. Zunächst wird eine Solidarumlage eingeführt bei der Verl jährlich mehr als 4 Mio. € an notleidendende Kommunen in NRW überweisen muss. Dann hat das Land klebrige Hände bei der Überweisung der Kosten für die Flüchtlingsunterbringung und zahlt auch nur zeitverzögert. Desweiteren gibt es immer mehr Restriktionen in Form eines Landesentwicklungs-planes, der uns mehr und mehr in unserer Planungshoheit einschränkt. Die absolute Steigerung ist, dass Verl  nun einen Kredit über 
1,3 Mio. € für das Programm „Gute Schule“ aufnimmt, den das Land dann allerdings für uns komplett bedient. So umgeht man natürlich auch die Schuldenbremse. Das ist der Offen-barungseid der Landesregierung. Wer so mit Geld umgeht, gehört schnellstens abgewählt! Falls nicht, prophezeie ich Ihnen, dass Verl auf Dauer noch viel stärker zur Kasse gebeten wird. Ich hoffe, dass dies die Wähler im Mai 2017 auch erkennen werden und diese aktuelle Landesregierung abwählen.
Ein Thema, welches in diesem Jahr auch definitiv entschieden wird, ist die Hallenbad – Frage oder wie es in der Verwaltung als Arbeitstitel heißt „Überdachte Wasserfläche“. Neben dem Standort wird auch die Ausstattung zu entscheiden sein. Die CDU Verl favorisiert definitiv kein Spaßbad sondern eine quadratisch, praktische Lösung, die die Anforderungen für Schulen, Vereine und Öffentlichkeit vereinigt. Hierbei achten wir ganz bewusst auch auf die Folgekosten. Uns ist sehr bewusst, dass die zu treffende Entscheidung für die nächsten 40 Jahre gilt. Wir dürfen uns insofern nicht von unserer heutigen außerordentlich, guten Haushalts- und Kassenlage blenden lassen. Auch die nachfolgenden Generationen müssen sich den Unterhalt eines Hallenbades leisten können. Puren Luxus wird es mit uns nicht geben.
Ein Thema der nächsten Monate wird auch der weitere Aus- bzw. Umbau der Bildungs-landschaft in Verl sein. Real- und Hauptschule werden in 2 Jahren auslaufen und die Gesamtschule wird diesen Platz komplett einnehmen. Ziel muss es sein, aus zwei Schulgebäuden eine leistungsfähige Schule zu erhalten, die organisatorisch, energetisch und schulisch Maßstäbe hier in der Region setzen wird. Die Ausstattung unserer Schulen war und ist uns immer schon sehr viel wert gewesen. Investitionen in Bildung sind langfristig immer die besten Investitionen. An diesem Ziel halten wir auch weiterhin fest.
Meine Damen und Herren, eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Jahr 2016 ist auch, wie man es beim Fußball sagt, dass das Mannschaftsspiel zwischen CDU Mehrheitsfraktion, Bürgermeister und Verwaltung wieder richtig gut läuft. Ein Team ist immer so gut, wie das schlechteste Glied und wir sind auf allen Positionen optimal besetzt. Welcher Trainer kann das schon behaupten? Es herrscht wieder ein Klima des Zuhörens und Vertrauens sowie der gegenseitigen Wertschätzung - immer mit dem Ziel das Beste für Verl zu erreichen. 
Die Kommunalpolitik macht allen Beteiligten wieder deutlich mehr Spaß, da wir als Team zusammenarbeiten. Hiervon profitieren letztlich auch die Bürgerinnen und Bürger und somit unsere Stadt Verl. 
 
Der neue Stil der Zusammenarbeit kommt mittlerweile auch bei den Verler Bürgern, den Vereinen und Unternehmen an. Mit diesem Schwung werden wir gemeinsam die kommenden Jahre konstruktiv, gut miteinander viel für Verl erreichen. In der Summe wird dies Verl noch stärker, liebens- und lebenswerter machen. 
Aktiv ansprechen möchte ich allerdings auch, dass es zur Zeit eine neue Oppositionspartei gibt, die nicht mit konstruktiver Arbeit auffällt, sondern eher dadurch, dass Anträge abgeschrieben werden und auch Sachverhalte öffentlich falsch darstellt werden. Es ist schon sehr auffällig, dass pauschal gegen vieles was vom Bürgermeister oder der Verwaltung kommt, Kritik geäußert wird. Geschieht das ganze vielleicht nur um öffentlich im Gespräch zu bleiben und nicht unterzugehen? 
 
Um es ganz deutlich zu sagen, Verl braucht eine Opposition, die konstruktiv um die besten Lösungen für Verl kämpft. Ich habe die Hoffnung, dass diese Einsicht bei dieser Partei, die deutlich weniger Mitglieder hat als unsere Junge Union, auch noch eintritt. Dies garantiere ich durchschaut der Bürger auf Dauer! Hier bin ich sehr entspannt. 
 
Nachdem Höhepunkt des Füchtlingsstroms in 2015, ist dieser in 2016 deutlich abgeebbt. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer in Verl haben wir die Situation im Moment im Griff, da wir frühzeitig unsere Hausaufgaben gemacht haben. Die Integration in Vereine, Beruf und Gesellschaft wird allerdings eine dauerhafte Aufgabe sein. Hier dürfen wir als Gesellschaft und Kommune nicht nachlassen um eine gute Integration zu fördern.
Bei aller zum Teil gerechtfertigter Kritik und auch Fehler von Angela Merkel, bin ich stolz in einer Partei zu sein, die in einem Akt der Mitmenschlichkeit und Humanität Personen aufgenommen hat, die vor Krieg und Terror geflohen sind. Die bestehenden Probleme müssen allerdings direkt angesprochen, diskutiert und möglichst abgestellt werden.
Vor ein paar Tagen rief mich ein Journalist an und fragte, welche Dinge wir als CDU im nächsten Jahr konkret angehen möchten. Ich habe ihm gesagt, dass wir doch im Moment noch eine Vielzahl von aktuellen Projekten im „Orbit“ haben, die auch noch abgearbeitet werden müssen. 
 
Nicht das bei Ihnen der Eindruck entsteht, dass uns als CDU die Ideen ausgehen. Ganz im Gegenteil, wir haben noch eine Fülle von Ideen. Wir müssen allerdings auch realisieren, dass wir in den vergangenen Jahren unserer Verwaltung sehr viele Aufgaben mit in das Haushaltsbuch geschrieben haben. Diese müssen sauber priorisiert werden und danach von der Verwaltung umgesetzt werden. Um Ihnen einen Eindruck zu geben, welche größeren Infrastrukturmaßnahmen im Moment in der Umsetzung sind, möchte ich diese kurz einmal benennen. 
           1. Nahversorger Sürenheide
           2. Sanierung der Grundschule Kaunitz
           3. Umsiedlung des Bauhofes an den Strothweg
           4. Überplanung altes Bauhofgelände 
           5. Neubau des Feuerwehrgerätehaus Kaunitz
           6. Bürmsche Wiese
           7. Attraktivitätssteigerung von Bornholte – Bahnhof
           8. Rathausanbau
           9. Schützenhalle
         10. Sanierung Ostwestfalenhalle
         11. Kindertagesstätte Sürenheide
         12. Familienfreizeitgelände
         13. Gestaltung Markplatz
         14. „Überdachte Wasserfläche“ / Hallenbad
         15. Energetische Sanierung Gesamtschule
Diese Aufzählung der Großprojekte ließe sich mit Sicherheit noch weiter  fortführen. Uns ist bewusst, dass wir sehr viel Geld in die Infrastruktur von Verl investieren. Es ist allerdings gut investiertes Geld in die Zukunft von Verl.
Unsere wichtigste Maxime als Verler CDU ist und bleibt weiterhin attraktiv für Bürger und Unternehmen zu sein. Dies ist unsere Leitschnur für unsere Entscheidungen, um dadurch Verl fit für die Zukunft zu machen und auf einem guten Kurs zu halten.  Die anstehenden Herausforderungen werden wir mit Mut und Weitsicht angehen, um diese erfolgreich zu meistern. 
Schließen möchte ich mit einem Zitat von Eduard Mörike
„Man muss immer etwas haben,
worauf man sich freut!“
Ich persönlich freue mich jedenfalls auf die vielen spannenden Herausforderungen in 2017. Gleichzeitig bin ich zuversichtlich und optimistisch, dass wir die Aufgaben, die vor uns liegen und die wir vielleicht noch gar nicht kennen, meistern werden. Ihnen allen nochmals alles Gute, Glück und Gesundheit für 2017!
 
 
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PRESSEBERICHTE
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Die Glocke / Christoph Ackfeld / 09.01.2017
 
"Die CDU favorisiert kein Spaßbad" 
 
Verl (gl). Die CDU startet kämpferisch ins neue Jahr: Bei den anstehenden Wahlen auf Bundes-und Landesebene will sie Erfolge erzielen und gleichzeitig in der Ölbachstadt punkten. 
Der Vorsitzende des Ortsverbands, Matthias Humpert, wähnt die Union auf einem guten Weg.
 
„Die Kommunalpolitik macht allen Beteiligten wieder deutlich mehr Spaß, da wir als Team zusammenarbeiten. Hiervon profitieren auch die Bürger sowie die Stadt Verl". sagte der 41-Jährige während des Neujahrsempfangs der Partei, der in diesem Jahr zum ersten Mal im neuen Businessbereich der Sportclub-Arena stattfand. Ein Thema, das in diesem Jahr definitiv entschieden werde, sei die Frage, was in Sachen Hallenbad passiere. Außer dem Standort werde auch die Frage der Ausstattung zu klären sein, sagte Matthias Humpert. ,“Die CDU favorisiert definitiv kein Spaßbad, sondern eine quadratisch praktische Lösung, die die Anforderungen für Schulen, Vereine und Öffentlichkeit vereinigt'', so der Parteichef.
Ohne den Namen zu nennen, kritisierte er die FDP. Eine neue Oppositionspartei falle nicht durch konstruktive Arbeit, sondern eher dadurch auf, dass sie Anträge abschreibe und Sachverhalte öffentlich falsch darstelle, so Matthias Humpert. „Um es deutlich zu sagen: Verl braucht eine Opposition, die konstruktiv um die besten Lösungen kämpft. Ich habe die Hoffnung, dass diese Einsicht bei dieser Partei, die deutlich weniger Mitglieder hat als unsere Junge Union, auch noch eintritt“, sagte Humpert.
Deutlicher wurde Bürgermeis­ter Michael Esken. Seine Oma habe immer gesagt, der Klügere gebe nach. Das gelte nicht in je­dem Fall Denn dann würden die Dümmeren Recht behalten. “Und die melden sich in erster Linie in den sozialen Netzwerken zu Wort. Man kann eine Verwaltung aber nicht über Facebook führen'', sagte Michael Esken. Er verteidigte Mehrausgaben im Bereich des Stadtmarketings. ,,Wir benötigen Menschen, die sich mit Verl anfreunden'', sagte das Stadtoberhaupt mit Blick auf die fehlenden .Fachkräfte in vielen Unternehmen. Um die müsse man werben. Davon unbenommen solle die Stadt weiter solide geführt werden. „Wir sind nicht angetreten, um das Tafelsilber der Stadt zu veräußern", sagte Michael Esken. In den nächsten Monaten gelte es die Dinge voranzutreiben, die schon angestoßen worden seien. "Der Erfolg muss verdient werden", sagte das Stadtoberhaupt mit Blick auf die Wirtschaft, der weiter gute Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt werden müssten.
 
Langjährige Mitglieder ausgezeichnet
 
Verl (ack). Traditionell hat der Vorsitzende des CDU-Stadtver­bands, Matthias Humpert, im Rahmen des Neujahrsempfangs verdiente Mitglieder geehrt. ,“Ihr, liebe Jubilare, habt euch in den vergangenen Jahren für die CDU eingesetzt. Jeder nach seinen persönlichen und zeitlichen Möglichkeiten wie zum Beispiel im Freundeskreis, am Arbeitsplatz, in Ver­einen oder in unterschiedlichen politischen Gremien", sagte Matthias Humpert. "Ihr habt durch eure Mitgliedschaft gezeigt, dass ihr Kurs halten könnt, auch wenn es mal Gegenwind gibt. Denn wie wir alle wissen -auch aus der Geschichte: Wenn es darauf ankam 
und wichtige Entscheidungen anstanden, war und ist auf die CDU verlass gewesen''. sagte der Vorsitzende. Humpert bezeichnete die insgesamt 436 Mitglieder als Fundament für die politische Arbeit in Verl. Drei Mitglieder zeichnete Humpert aus. Wolfgang Tischler ist seit einem halben Jahrhundert in der CDU. Franz Berenbrinker kommt auf 40 Jahre. Ebenso Annikki Aspelmeier, die am Sonntag verhindert war. Für 25 Jahre in der Partei erhielt Ulf Tischler eine Urkunde.
 
 
Zitate 
 
„Die AfD sagt nicht, wie es weitergehen soll. Nationalisten haben uns schon zweimal in die Sch... geritten, mit grausamen Folgen." 
Elmar Brock, Mitglied des Europaparlaments, hielt eine engagierte Rede für ein geeintes Europa. Man dürfe sich nicht manipulieren lassen und müsse für Ideale eintreten.
 
„Wir hätten alle nicht den Reichtum, wenn wir nicht den europäischen Binnenmarkt hätten, wenn wir unsere Produkte nicht exportieren könnten." 
Elmar Brock rief eine Errungenschaft der Europäischen Union in Erinnerung. 
 
„Im Bundesgebiet haben die Kommunen 2015 drei Milliarden Euro Gewinn. erwirtschaftet. In Nordrhein-Westfalen waren es hunderte Millionen Euro Minus. Davon müssen wir weg. NRW hat eine Menge Potenzial. Das zeigen Städte wie Verl. Wenn wir das Potenzial nutzen, wird es in NRW auch voran gehen." 
Andre Kuper, Landtagsabgeordneter, kritisierte die rot-grüne Landesregierung. 
 
"In Nordrhein-Westfalen ist die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu. werden, sechsmal so hoch wie in Bayern. Da hilft nicht ein Einbruchradar. Maßgeblich ist die Polizeipräsenz." 
Dr. Tim Ostermann, CDU-In­nenexperte, kritisiert die Landes­regierung, nicht genug gegen die hohe Zahl der Einbrüche zu tun. 
 
„Ein Thema der nächsten Monate wird der weitere Aus-beziehungsweise Umbau der Bildungslandschaft in. Verl sein. Real-und Hauptschule werden in zwei Jah­ren auslaufen. Ziel muss es sein, aus zwei Schulgebäuden eine leistungsfähige Schule zu machen, die organisatorisch, energetisch und schulisch Maßstäbe in der Region setzen wird.“
Matthias Humpert, CDU­Stadtverbandsvorsitzender, mit Blick auf den geplanten Umbau im Schulzentrum.
 
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Westfalenblatt / Andreas Berenbrinker /  09.01.2017
 
Spitzen nicht nur gegen die FDP
Neujahrsempfang: CDU möchte viele Projekte angehen – Ehrung verdienter Mitglieder
Verl(WB). Voller Tatendrang und optimistisch blickte der CDU-Stadtverband während seines Neujahrsempfangs in die Zukunft. Zahlreiche Projekte sollen in Verl zum Abschluss gebracht werden. In den Räumen der neuen Sportclub Arena an der Poststraße gab es aber auch Kritik an der FDP sowie an sozialen Netzwerken wie Facebook.
Insbesondere Stadtverbandsvorsitzender Matthias Humpert und Bürgermeister Michael Esken übten, wenn auch durch die Blume, scharfe Kritik. »Der Klügere gibt so lange nach, bis die Welt von Dummen regiert wird«, sagte Michael Esken, der damit auf Kommentare und Meinungen bei Facebook anspielte. Oft würde dort nicht die Wahrheit geschrieben oder verzerrt dargestellt.
Grundlage dazu waren Diskussionen um den 308-Seiten-starken Haushaltsplan für das gerade begonnene Jahr, der in einigen Punkten umstrukturiert wurde. »Der Kämmerer und ich brauchen uns nicht alles gefallen zu lassen«, so Esken, der betonte, dass er nicht das Tafelsilber der Stadt veräußern wolle. Der Bürgermeister lud alle ein, das persönliche Gespräch mit ihm zu suchen anstatt anonym im Netz zu diskutieren.
Matthias Humpert kritisierte die »neue Oppositionspartei«, ohne den Namen FDP einmal in den Mund zu nehmen. »Anträge werden abgeschrieben, Haushaltsplanzahlen in sozialen Netzwerken falsch dargestellt«, so Humpert. »Diese Partei muss scheinbar öffentlich im Gespräch bleiben, um nicht unterzugehen«, sagte der Stadtverbandsvorsitzende, der spöttisch anmerkte, dass »diese Partei« insgesamt weniger Mitglieder habe als die Junge Union.
Abgesehen von dieser Kritik blickte die CDU optimistisch in die Zukunft. Matthias Humpert zählte einige Punkte auf, die der Rat sowie die Verwaltung in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren angehen werden. Dazu gehören der Nahversorger Sürenheide, der Neubau des Bauhofes, das Auslaufen der Real- und Hauptschule, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Kaunitz, die Umgestaltung der Bürmschen Wiese und des Ortsteils Bornholte-Bahnhof, der Anbau des Rathauses, die Sanierung der Schützen- und der Ostwestfalenhalle, der Neubau der Kindertagesstätte »Zwergenland« in Sürenheide sowie das viel diskutierte Thema Hallenbad. Michael Esken mahnte dabei an, dass Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehe und dass man bei allen Themen die Kosten, auch die Folgekosten, im Auge behalten müsse.
Der Bürgermeister nahm auch Stellung zum Gewerbeflächenkonzept und zum Protest der Einwohner in der Pausheide. »Es ist mir klar, dass man dort vor Ort kein Gewerbe möchte«, so Esken, »aber wir müssen an das Wohl der gesamten Stadt denken, und da darf die Wirtschaft nicht auf der Strecke bleiben.« Esken erklärte ferner, dass die Stadt momentan 90 Immobilien im Stadtgebiet besitzt, die jährlich gut vier Millionen Euro Unterhalt kosten. Diese Immobilien, darunter eine Bäckerei, eine Pizzeria oder auch ein Pferdehof, sollen in Zukunft zur Attraktivität der Stadt beitragen.
Als Gastreferent sprach der Bundestagsabgeordnete Tim Ostermann, Mitglied im Innenausschuss. In seiner Rede widmete er sich dem Thema Innere Sicherheit, »die gerade durch den Terroranschlag in Berlin nochmal an Wichtigkeit gewonnen hat«, so Ostermann. Auch den Themen Flüchtlinge (»Wir dürfen nur denjenigen helfen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen« und Cyber-Angriffen widmete er sich. »Wir wollen nicht, dass Putin mitbestimmt, wer in Deutschland regiert.« Auch der Landtagesabgeordnete André Kuper, der Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus und Elmar Brok, Mitglied im Europäischen Parlament, sprachen Grußworte. Brok sprach auch von seiner Verbundenheit zur Stadt Verl: »Ich bin in Verl geboren und getauft, bei mir im Haus steht immer eine Flasche Schroederscher – aber nicht lange.«
Abschließend wurden vier verdiente Mitglieder der CDU geehrt. Während Annikki Aspelmeier (40 Jahre im Stadtverband) sich entschuldigen ließ, nahmen Wolfgang Tischler (50 Jahre), Franz Berenbrinker (40 Jahre) sowie Ulf Tischler (25 Jahre) Urkunden und Dankesworte entgegen.

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Neue Westfälische / Karin Prignitz /  10.01.2017
 
Quadratisch-praktische Lösung
 
Neujahrsempfang: Der CDU-Stadtverband kritisiert das Gebaren der FDP. Und er spricht sich gegen ein Spaßbad aus
 
Verl. Elmar Brok dreht sich zur Fensterfront des neuen VIP-Raums "1924" in der Sportclub-Arena des SC Verl und deutet mit dem Finger über den schnee- und eisbedeckten Platz hinweg. "Da zwischen den Bäumen bin ich geboren, dort in der Kirche getauft worden." Ein kleiner sentimentaler Ausflug, dem der CDU-Europaparlamentarier eine flammende Rede beim Neujahrsempfang der Partei folgen lässt.
 
"Wir stehen vor großen Herausforderungen", sagte Brok. "Das sagen wir immer - aber diesmal stimmt?s." Dass Russland und insbesondere Putin ganz offensichtlich Einfluss auf die Präsidentschaftswahlen in der USA genommen hat, "und zwar erfolgreich", da fehlen sogar einem redegewandten Mann wie ihm beinahe die Worte. Hillary Clinton hätte ansonsten gewonnen. Da ist Brok sicher. "Und jetzt versuchen sie dasselbe in Deutschland." Dem müsse mit aller Macht entgegengewirkt werden, forderte Brok mit Nachdruck und geballter Faust. "Wir lassen uns nicht manipulieren. Wir stehen zu unseren Idealen."
Ebenso optimistisch wie kämpferisch zeigte sich der CDU-Stadtverband. "Kommunalpolitik macht allen Beteiligten wieder deutlich mehr Spaß", betonte der Vorsitzende Matthias Humpert, "weil wir als Team zusammenarbeiten." Dieser neue Stil komme mittlerweile auch bei Bürgern, Vereinen und Unternehmen an. 
Humpert hob die gegenseitige Wertschätzung hervor. Ohne die FDP und den einstigen CDUler Jan Böttcher direkt zu nennen, kritisierte der 41-Jährige in deutlichen Worten aber auch das Gebaren der "neuen Oppositionspartei, die nicht mit konstruktiver Arbeit auffällt, sondern eher dadurch, dass Anträge abgeschrieben werden und Sachverhalte öffentlich falsch dargestellt werden". 
 
"Nicht von derguten Kassenlage blenden lassen"
 
Und noch ein kleiner Seitenhieb: "Geschieht das Ganze vielleicht, um im Gespräch zu bleiben und nicht unterzugehen?" Verl brauche eine Opposition, "die konstruktiv um die besten Lösungen kämpft". Er habe die Hoffnung, sagte Humpert, "dass diese Einsicht bei dieser Partei, die deutlich weniger Mitglieder hat als unsere Junge Union, auch noch eintritt". 
Zu den großen Themen dieses Jahres gehöre das Hallenbad. Neben dem Standort müsse auch über die Ausstattung entschieden werden. Humpert betonte: "Wir favorisieren definitiv kein Spaßbad, sondern eine quadratisch-praktische Lösung, die die Anforderungen für Schulen, Vereine und Öffentlichkeit vereinigt." Bewusst, so der Parteichef, werde dabei auf die Folgekosten geachtet. "Wir dürfen uns nicht von unserer heutigen außerordentlich guten Haushalts- und Kassenlage blenden lassen." 
Thema der nächsten Monate werde auch der weitere Aus- und Umbau der Bildungslandschaft sein. Ziel müsse es sein, "aus zwei Schulgebäuden eine leistungsfähige Schule zu erhalten, die organisatorisch, energetisch und schulisch Maßstäbe hier in der Region setzen wird". 
Bürgermeister Michael Esken gab für das gerade begonnene Haushaltsjahr die Devise "Gründlichkeit vor Schnelligkeit" aus. Hinsichtlich des viel diskutierten Gewerbeflächenkonzeptes sagte er, ihm sei klar, dass die Anwohner sich kein Gewerbe wünschten, "mit Blick auf die gesamte Stadt darf aber auch die Wirtschaft nicht außen vor bleiben". 
 
Der Stadtverband nutzte den Neujahrsempfang, verdiente CDU-Mitglieder zu ehren. Wolfgang Tischler, der der Partei seit 50 Jahren angehört, erhielt ebenso eine Urkunde und ein Präsent wie Franz Berenbrinker (40 Jahre) und Ulf Tischler (25 Jahre). Nicht persönlich dabei sein konnte Annikke Aspelmeier (40 Jahre). 
 




aktualisiert von Team Verl, 11.01.2017, 16:22 Uhr

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