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11.11.2016, 12:33 Uhr | Übersicht | Drucken
Offene Fraktionssitzung der CDU Fraktion im Rat der Stadt Verl : "Wie geht es weiter mit dem Schwimmangebot in Verl? Vorgehensweise und weitere Entwicklungen zum Thema Kleinschwimmhalle, deren Sanierungsbedarf und zukünftige Optionen."

 Am Mittwoch, den 09.11.2016 fand im Ratssaal der Stadt Verl eine offene Fraktionssitzung der CDU Fraktion im Rat der Stadt Verl statt.
Das Thema: "Wie geht es weiter mit dem Schwimmangebot in Verl? Vorgehensweise und weitere Entwicklungen zum Thema Kleinschwimmhalle, deren Sanierungsbedarf und zukünftige Optionen." 
fand reges Interesse, so dass sich neben ca. 20 Fraktionsmitgliedern über 40 Gäste einfanden.
Nachdem Planer Lienhard Schulte-Noelle vom Büro Constrata Concept die verschiedenen Planungsvarianten vorgestellt hatte,
wurde mit den anwesenden Gästen diskutiert. Die Verwaltungsspitze mit dem Bürgermeister Michael Esken, dem ersten Beigeordneten Heribert Schönauer und dem Beigeordneten Thorsten Herbst, sowie Fachbereitsleiter Dirk Hildebrandt gaben Auskunft über den bisherigen Informationsstand der Stadt. 
Die Fraktionsvorsitzende Gabriele Nitsch erläuterte das von der CDU geplante weitere Vorgehen und stellte den Anwesenden den von der CDU ausgearbeitetenden Beschlussvorschlag 
"zur Überprüfung der Lebensdauer der Kleinschwimmhalle und deren Sanierungsbedarf sowie über die Durchführung eines möglichen Bürgerentscheids vor.
Dieser wird in der Ratssitzung am 10.11.2016 dem gesamten Rat zur weiteren Diskussion vorgestellt.
 
Lesen Sie hier die Presseberichte zur offenen Fraktionssitzung:


Foto
Foto: Andreas Berenbrinker / WB - Lienhard Schulte-Noelle (Zweiter von links), Stadtverbands-Chef Matthias Humpert (links), Fraktionsvorsitzende Gabriele Nitsch und ihr Vertreter Henrik Brinkord
Die Glocke / Ralf Steinecke / 11.11.2016
 
Varianten auf dem Kosten-Prüfstand

Verl (gl). Drinnen-Schwimmen ist in Verl derzeit ein prominentes Thema. In ihrer offenen Fraktionssitzung gab die CDU am Mittwochabend Antworten, wie eine Lösung als Ersatz für die marode Kleinschwimmhalle aussehen soll. zwei Neubau-Lösungen stehen zur Auswahl: am Freibad und am Schulzentrum. Jetzt sollen die Kosten ermittelt werden. Den Prüfauftrag für Bau- und Folgekosten wollte sich Bürgermeister Michael Esken am Donnerstagabend in der Ratssitzung mit Mehrheit der CDU holen. Grundsätzlich sprechen sich die Christdemokraten für einen 6,2 Millionen Euro teuren Neubau auf dem Gelände der Realschule aus. Auch die Verwaltung und die Schulen befürworten den Plan. Laut Esken gehe es darum, ein Zentrum für Sport und Schule zu schaffen. Argumentiert wird mit geringeren Folgekosten, da die Schüler des Schulzentrums und die Grundschüler der Marienschule nicht mit dem Bus zum Freibad gefahren werden müssten. Für die Umsetzung einer Schwimmhalle mit einem 25-Meter- Becken und bis zu sechs Bahnen am Schulzentrum müsste ein Teil der Realschule weichen. Was jedoch ins Konzept passt, da Bereiche der Realschule ohnehin neu geplant werden müssen, um so ein vernünftiges Raumkonzept für die Gesamtschule zu schaffen. Außerdem sind die Gebäude der Realschule laut dem Ersten Beigeordneten Heribert Schönauer in die Jahre gekommen und müssen energetisch saniert werden. Lienhard Schulte-Noelle vom Büro Constrata Concept stellte die Varianten in seiner Machbarkeitsstudie der Fraktion und den rund 40 Besuchern vor. Dem Rat hatte er die Studie bereits am 6. Oktober erläutert (,,Die Glocke" berichtete). Darunter auch eine 8,9 Millionen Euro teure Variante mit Neubau an der Stelle der jetzigen Kleinschwimmhalle und gleichzeitigem Neubau der angrenzenden Turnhalle. Das Urteil: Zu umständlich, denn nach dem Abriss der Kleinschwimmhalle wäre in Verl für zirka zwei Jahre kein überdachtes Schwimmen möglich. Während der Diskussion machte der Vorsitzende der DLRG, Carsten Voßhenrich, deutlich, dass ein zusätzliches Lehrschwimmbecken Sinn mache. „Wir haben inzwischen Gruppen zur Wassergewöhnung, mit Senioren oder Behinderten", so Voßhenrich. Mit einem Hubboden ginge es auch mit nur einem Becken. Die Lösung sei allerdings erfahrungsgemäß sehr störanfällig. Für zwei Becken wird es am Schulzentrum jedoch eng. Da bietet das Freibad mehr Möglichkeiten.  
 
Bei ähnlichen Summen sollen Bürger entscheiden 
 
Verl (rast). Baukosten sind nur die eine Seite der Medaille. Eine zweite die Folgekosten. Während die Investitionen für die Kleinschwimmhalle - bei gleicher Größe und Beckenzahl - am Freibad und am Schulzentrum in etwa gleich sein dürften, schätzt Bürgermeister Michael Esken die Folgekosten für die Freibad-Variante höher ein. Wenn sich bei der Prüfung der Investitionen herausstellt, dass beide Varianten ungefähr gleichauf liegen, dann sollen die Bürger gefragt werden, an welchem Ort die Schwimmhalle errichtet werden soll. Das kündigte die CDU Fraktionsvorsitzende Gabriele Nitsch an. Bei dieser Befragung handelt es sich aber nicht um einen bindenden Ratsbürgerentscheid. Da dürfte nämlich nur gefragt werden, ob gebaut wird oder nicht. Die CDU signalisiert aber, sich auch an das Ergebnis einer Bürgerbefragung gebunden zu fühlen. Nitsch erklärt: ,“Wenn es für die Stadt teurer wird, müssen sich die Bürger aber auch der Konsequenzen bewusst sein ." Das bedeutet, die Mehrkosten über eine Steuererhöhung auszugleiche. Ein möglicher Termin für die Bürgerbefragung wäre der Tag der Landtagswahl 2017. Planer Lienhard Schulte-Noelle vom Büro Constrata Concept gibt für die Lösung am Freibad einen Zeitrahmen von Planung bis Einweihung von dreieinhalb Jahren an. Für die Alternative am Schulzentrum rechnet Bürgermeister Esken mit gut fünf Jahren. In jedem Fall muss die marode Kleinschwimmhalle noch saniert werden. Die „kleine Maßnahme" , durch die die Tragfähigkeit des Beckens weiter gewährleistet wird und die zwischen fünf bis acht Jahre hält, kostet 28 000 Euro. 
 
Kommentar von Redaktionsmitglied Ralf Steinecke 

Standort Schule nur bedingt geeignet 

Ja, der Standort am Schulzentrum birgt einen gewissen Charme. Einmal reißen und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Neubau und Sanierung Realschule. Außerdem sind die Folgekosten geringer, da keine Schüler hin- und hergefahren werden müssten. Das Bauchgefühl sagt aber: Der Standort am Freibad macht mehr Sinn. Warum? Weil ein Bad mit zwei Becken sinnvoll ist. Nur so lässt sich der benötigte, aber störanfällige Hubboden vermeiden. Und für zwei Becken wird es am Schulzentrum schon eng. Es müsste also platzmäßig gequetscht werden. Und was wird dann in Zukunft? Weitere bauliche Entwicklungsmöglichkeiten der Schule sind an der Stelle dann zumindest eingeschränkt. Darüber hinaus ist es eine Tatsache, dass eine tragfähige Parkplatzsituation am Schulzentrum nicht gegeben ist.  
 
 
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Neue Westfälische / puru /  11.11.2016
 
CDU fordert Prüfauftrag für Hallenbad
 
Diskussion: Rund 3,5 Jahre würde ein Neubau dauern. Die Fraktion will drei Optionen prüfen lassen. Die Schulen favorisieren den Bau am Schulzentrum, damit keine Unterrichtszeit durch den Fußweg zum Freibadgelände verloren geht
 
Verl (puru). Die Kleinschwimmhalle ist nicht mehr zu halten - darüber waren sich die Teilnehmer der offenen CDU-Fraktionssitzung einig. Aber wie soll dann künftig der Schwimmunterricht aussehen? Im Raum stehen drei Optionen (die NW berichtete): ein Anbau am Freibad oder ein Neubau am Schulzentrum, entweder auf dem Areal des jetzigen Kleinschwimmbeckens oder dem Gelände der heutigen Realschule.
In erster Linie diente die Veranstaltungen dazu, Gelegenheit für Fragen zu geben. "Wie lange dauert ein Neubau?", wollte ein Bürger wissen. "Wenn Sie schnell sind, dann dreieinhalb Jahre", antwortete Lienhard Schulte-Noelle von der Bielefelder Firma Constrata, den die CDU als Experten eingeladen hatte. Sollte der Neubau am Standort der aktuellen Kleinschwimmhalle errichtet werden, müsste der Schwimmunterricht mindestens zweieinhalb Jahre lang an einem anderen Standort stattfinden, erklärte der Bauingenieur.
Ein Problem, das es an den beiden anderen Standorten nicht geben würde. Durch die angestrebte Minimalsanierung könnte das Kleinschwimmbecken parallel noch sechs bis acht Jahre betrieben werden, während die neue Schwimmhalle entstehen.
Vertreter der Schulen hatten erneut an die CDU-Fraktionsmitglieder herangetragen, dass sie ein Becken im aktuellen Schulzentrum favorisieren würden. Hintergrund: Durch den Fußweg zum Freibad gehe wertvolle Unterrichtszeit verloren, und die Aufsicht müsse gerade in inklusiv geführten Klassen durchweg gewährleistet werden.
Auch eine öffentliche Nutzung des Bades im Schulzentrum wäre nicht ausgeschlossen, erklärte Heribert Schönauer, Erster Beigeordneter der Stadt: "Die Halle könnte zum Frühschwimmen und nach der Schule geöffnet werden." Allerdings wäre dies mit Kosten verbunden: "Fünf Bahnen zu 25 Meter erfordern zwei Fachangestellte für Bäderwirtschaft", ergänzte Bürgermeister Michael Esken.
Carsten Voßhenrich von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) sagte, er favorisiere eine Zweibeckenlösung - also ein Schwimmerbecken und ein flacheres Nicht-Schwimmerbecken. Dadurch könnten Babyschwimmen, Seniorensport und Wassergewöhnung in wärmerem Wasser stattfinden. Alternativ wäre ein Hubboden eine Option. Auf die Frage, ob ein Sprungturm möglich sei, antworte der Experte: "Dann sind wir im sechs-stelligen Bereich, weil eine gewisse Wassertiefe nötig ist."
In der Ratssitzung gestern Abend beantragte die CDU, dass die Verwaltung eine konkrete Kostenberechnung für ein Hallenbad an allen drei möglichen Standorten beauftragen soll. Außerdem wollen die Christdemokraten eine Stärken-Schwächen-Analyse gemeinsam mit den Schulen und Vereinen der Stadt erarbeiten. 
Anders als die SPD-Fraktion fokussieren die Christdemokraten jedoch kein Spaßbad, da es in unmittelbarer Nähe genügend derartige Angebote gebe, so Matthias Humpert, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Verl.
 
 
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Westfalenblatt - Verler Zeitung / Andreas Berenbrinker /  11.11.2016
 
Viel Zuspruch für Bad im Schulzentrum

Hallenbad-Debatte: DLRG und Schulen favorisieren Variante »C« – CDU hält sich zurück
 
Verl(WB). In die Hallenbad-Debatte kommt immer mehr Bewegung. DLRG-Ortsgruppe und Schulleitungen haben sich für eine Schwimmmöglichkeit im Schulzentrum ausgesprochen. Während einer offenen CDU-Fraktionssitzung kristallisierte sich die »Variante C« als Favorit heraus.
Die Variante, am Mittwoch von Ingenieur Lienhard Schulte-Noelle (Firma Constrata) vorgestellt, sieht einen Hallenbadneubau am Kühlmannplatz vor. Dazu müsste der bestehende Gebäudetrakt der Realschule abgerissen werden, was in den Augen des Beigeordneten Thorsten Herbst kein Problem darstellt: »Hier herrscht hoher Sanierungsbedarf.« Bürgermeister Michael Esken ergänzte, dass es nach dem Aus der Realschule 2018 sowieso bauliche Veränderungen geben müsse. Plan »C« sehe ein Becken mit fünf Bahnen à 25 Meter mit einem Hubboden vor. Die Kosten würden sich laut Lienhard Schulte-Noelle auf 6,2 Millionen Euro belaufen. Möglich wäre auch ein zusätzliches Warmwasserbecken im Hallenbad, das im Bereich des Hausmeisterhauses am Stichweg zum Friedhofsweg hin entstehen könnte.
Verls erster Beigeordneter Heribert Schönauer sagte, dass bei der Variante nach einer entsprechenden Sanierung in der bisherigen Kleinschwimmhalle geschwommen werden könnte. Dies sei auch ein Vorteil gegenüber den Varianten »A« und »B«, in denen die bisherige Schwimmhalle einschließlich angrenzender Turnhalle oder nur die bisherige Schwimmhalle abgerissen und neu gebaut würde.
Carsten Voßhenrich, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe freundete sich mit der Kühlmannplatz-Variante an. »Für uns wäre das ideal, da unser Vereinsheim am Friedhofsweg nicht weit entfernt wäre.« Er sagte zwar, dass ein Sportbecken wichtig und ausreichend wäre, brachte aber ein zusätzliches Warmwasserbecken ins Spiel. Voßhenrich: »Für Wassergewöhnung sowie Behinderten- und Seniorengruppen wäre es schön.« Auch den Gedanken eines Sprungturmes warf er auf, akzeptierte aber, dass dessen Bau wegen Kosten im sechsstelligen Bereich unwahrscheinlich ist.
Die Schulleiter ließen sich zwar entschuldigen, zeigten sich aber im Vorfeld ebenfalls angetan von dieser Variante. Die Wege für die Schüler des Schulzentrums inklusive der Marienschule seien kurz, der Weg zum möglichen Standort am Freibad sei den Kindern nicht zuzumuten und würde außerdem Unterrichtszeit kosten. Einzig die Parkmöglichkeiten am Kühlmannplatz für Frühschwimmer wurden während der Versammlung als kritisch betrachtet, wenn der Schulhof des Gymnasiums am Vormittag nicht als Parkfläche zur Verfügung stehe.
Michael Esken wies explizit darauf hin, dass noch einige Jahre ins Land gehen würden, wenn man sich für den Neubau am Kühlmannplatz entscheide. Man müsse zunächst die nötigen Umbaumaßnahmen an der Realschule abwarten, wenn diese auslaufe und zur Gesamtschule wird. »Erst danach könnten wir mit den Planungen für das Hallenbad beginnen«, so der Bürgermeister, der aber durchklingen ließ, dass er sich mit der Variante anfreunden kann. »Da wir ja im alten Bestand schwimmen können«, so Esken.
Die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Nitsch betonte aber, dass man bei der Debatte ergebnisoffen sei und man die Option eines Neubaus am Freibad nicht verwerfen wolle. Sie stellte außerdem klar, dass die CDU bei der Entscheidungsfindung stets die Kosten, aber auch die Folgekosten im Auge behalten wolle.
 
So geht es weiter
Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Matthias Humpert legte die weitere Vorgehensweise dar. Nach einem Ratsbeschluss gestern Abend für die kurzfristige Sanierung der Kleinschwimmhalle für die kommenden fünf bis acht Jahre soll die Verwaltung konkrete Kostenrechnungen inklusive Folgekosten für die Standorte Schulzentrum und Freibad aufstellen.
Außerdem soll die Möglichkeit eines zusätzlichen Warmwasserbeckens an beiden Standorten überprüft werden. Gemeinsam mit verschiedenen Vereinen und Institutionen wie DLRG, DRK und Stadtsportverband sowie Schulen soll eine Stärken- und Schwächenanalyse erstellt werden. Auch eine Bürgerbefragung zur Standortfrage sei noch nicht vom Tisch.
 


aktualisiert von Team Verl, 11.11.2016, 12:43 Uhr

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