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08.12.2007 - Übersicht | Drucken

Konrad-Adenauer-Stiftung: Seminar zum neuen kommunalpolitischen Finanzmanagement

Die Kommunen, ihre Mandatsträger und politischen Entscheider befinden sich heute durchweg in schwierigen Prozessen.
Immer komplexer und schneller werdende gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen führen zu einem hoch qualifizierten gesellschaftlichen Regelungsbedarf.
Mehr denn je ist die kommunale Demokratie daher auf Mandatsträger angewiesen, die durch qualifizierte Arbeit zum Erfolg ihrer Kommune beitragen können.
Dies erfordert eine solide kommunalpolitische Schulung und Beratung.


Warum brauchen wir ein doppisches Haushalts- und Rechnungswesen?
Drei Gründe sprechen für die Doppik: sie ist (1) der richtige Rechnungsstil zur Abbildung des Ressourcenverbrauchskonzepts und sie ist (2) das verbreitetere und modernere System der Buchführung, was für die Kommunen zusätzliche praktische Vorteile mit sich bringt. Sie stellt (3) zudem den einzigen Weg dar, auf dem das Rechnungswesen im "Konzern Kommune" wieder zusammengeführt werden kann. Im Einzelnen:

(1) Die Doppik beinhaltet, was für eine Steuerung nach dem Ressourcenverbrauchskonzept benötigt wird (Berücksichtigung des Vermögensverzehrs, generell die Periodisierung von Aufwendungen und Erträgen, die Berücksichtigung von Rückstellungen etc.). All diese Informationen sind zudem in einem geschlossenen System integriert (die Bilanz mit der Vermögensdarstellung ist mit der Ergebnisrechnung des Haushaltsjahres durch die Übernahme des Jahresergebnisses in die Bilanzposition "Eigenkapital" verknüpft).

(2) Die Doppik ist der modernere und verbreitetere Buchungsstil. Daraus ergeben sich, ähnlich wie bei dem Betriebssystem eines Computers, praktische Vorteile:
Das Betriebssystem ist die Grundlage, auf der die Anwendungen installiert werden. Darum entscheidet man sich am besten für das Betriebssystem, für das es die meisten und die besten Anwendungen gibt und das flexibel und zukunftsträchtig ist. Die Doppik ist wie ein Betriebssystem für die Buchführung. Sie erleichtert den Einsatz betriebswirtschaftlicher "Anwendungen" wie Controlling, Kostenrechnung oder Liquiditätsmanagement und ermöglicht eine neue Haushaltssteuerung. Beispielsweise sind Aufwendungen der bessere Ausgangspunkt für eine Übernahme in die Kostenrechnung als Ausgaben.

(3) Durch Auslagerungen ist heute das Rechnungswesen vieler Kommunen zweigeteilt: kameraler Kernhaushalt - doppisches Rechnungswesen in den verselbstständigten Betrieben. In der Folge ist die Steuerung auf der "Konzernebene" immer schwieriger geworden. Die Doppik hilft, Zahlen und Ergebnisse wieder zusammenzuführen und zu konsolidieren. Es entsteht so ein Gesamtbild der wirtschaftlichen Situation der Kommune.


Team Verl, 08.12.2007, 17:36 Uhr
   
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